Windows® 10 Technical Preview for Enterprise - eine sog. BETA

EINLEITUNG

 

Seit dem 08.04.2014, einem regulärem Patchday von Microsft,  welcher wie heute (14.10.2014) jeden zweiten Dienstag im Monat stattfindet, gibt es Windows® 8.1 Update in der aktuellen Version als aktuellstes Betriebsystem von Microsoft.

 

 

SWOT

WICHTIG - unbedingt beachten!

 

Die momentan von Microsoft im Rahmen des "Windows®-Insider-Programms" zum testen freigegebene Windows® 10 Technical Preview ist eine Windows® 8.1-Version, welche durch die ersten von Microsoft veröffentlichten Features verändert und damit zu einer BETA-Version, manche sagen sogar Pre-BETA-Version, modifiziert " wurde.
Diese Features sind teilweise noch rudimentär bzw. sind sie noch nicht fertig programmiert. Die am "Windows®-Insider-Programm" teilnehmenden User sollen die Features testen und ihre Meinung abgeben und auch sagen, was ihnen nicht oder eben auch gefällt.

Microsoft empfielt, Windows® 10 Technical Preview nicht als Produktivsystem zu verwenden, sondern dieses OS entweder auf seperater Test-Hardware oder in einer virtuellen Maschine zu installieren.

Ich selber habe Windows® 10 Technical Preview for Enterprises auf einer separaten Partition meines Haupt-/Produktivrechners zum testen installiert. Alles funktioniert bisher reibungs- und problemlos.

 

EDITIONEN VON WINDOWS® 10 (bisher)?

 

 Microsoft hat am 01.10.2014 die folgende Windows®-Version als sogenannte BETA- oder TECHNICAL-Version zum Testen über das sog. "Windows®-Insider-Programm" zugänglich gemacht:

 

- Windows® 10 Technical Preview for Enterprise (32/64 bit), Build 9841

- Windows® 10 Technical Preview als Client-Versionen for Consumer (32/64 bit), Build 9841

- Windows® 10 Server Technical Preview als Server-Version (nur 64 bit), Build 9841

UPDATE: Am 22.10.2014 hat Microsoft die neue Build 9860 als "systeminternes Upgrade" veröffentlicht.

 Der User muss über "PC und Settings", "Updates und Recovery", "New Builds" aufrufen, um den Download direkt von den Updateservern von Microsoft als sog. "ESD"-Datei anzustossen.

 

 

WAS SIND DIE STÄRKEN VON WINDOWS® 10?

 

Microsoft hat das klassische Startmenü von Windows® 7 mit dem Modern-UI-Style von Windows® 8/8.1 "gekreuzt" und im Style des Startscreens von Windows® 8.1 im Aussehen aufpoliert.

Eine gute und wie ich meine sehr sinnvolle Stärke von Windows® 10, denn nun können all die User, die sich gegenüber Windows® 8/8.1 mangels Startmenü verweigert haben, ihren Gewohnheiten von Windows® 7 weiter fröhnen.

Die Windows® 8/8.1 User erfreuen sich an der Modern-UI-ähnlichem Style - können sie doch ihre Lieblings-Apps direkt an dieses Startmenü "anpinnen" und somit leicht im Auge behalten.

Funktional ist das neue Startmenü nicht unbedingt 1 zu 1 vergleichbar mit dem vom Windows® 7.
Eben dieses ist eingestaubt und für modernes effektives arbeiten eigentlich ungeeignet.

Bei dem neuen Startmenü ist nun die Möglichkeit der Personalisierung wesentlich verbessert im Vergleich zu Windows® 7 und reagiert zudem auch optisch auf dem  aktuell eingestellten Desktophintergrund indem es sich farblich dem Hintergrund anpasst.

Der Kernel von Windows® wurde auf die Version NT6.4 angehoben, die erste allgemein zugängliche Build von der Beta ist 9841, die zweite Build 9860 wurde am 22.10.2014 systemintern bei laufendem System verteilt und installiert.

Es gibt bisher keine allgemein verfügbaren ISOs von der Build 9860 zum Download von Micrisoft. Weitere ISOs sollen aber folgen. 

 

Kleiner Exkurs bzgl. des NT-Kernels:

- Windows® Vista ist der Kernel NT6.0 mit der aktuellen Build 6002.

- Windows® 7 (das eigentliche, fertige Vista) ist der Kernel NT6.1 mit der aktuellen Build 7601.

- Windows® 8.0 ist der Kernel NT6.2 mit der aktuellen Build 9200.

- Windows® 8.1 ist der Kernel NT6.3 mit der aktuellen Build 9600.

Demzufolge steckt ein wenig Logig in dem neuen Windows® Namen "10":

 

 

WAS SIND DIE SCHWÄCHEN VON WINDOWS® 10?

 

Die universelle Kompatibilität von Windows® 10, also das man eine Plattform für sämtliche Devices (PC, Notebook, Tablets, Smartphones, X-Box usw.) hat, kann sich auch als Schwäche heraus stellen.

Nämlich insofern, als das Windows eben viele unterschiedliche Konfigurationen vertragen und unterschiedlichste Treibermodelle als generischen Treiber mitbringen muss, welche sich dann in der Praxis bei exotischerer Hardware u. U. als nicht brauchbar heraus stellen könnten.

Bisher habe ich beim Test von Windows® 10 TP noch keine Probleme mit der Kompatibiliät bzgl. Hardware gehabt, es scheint demnach so dass Microsoft grosse Anstrengungen leistet, das Windows® 10 so universell einsetzbar wie möglich ist.

 Seit Windows® 8 sind einige gute Funktionen in Windows® nur einsetzbar, wenn man sich mit einem Microsoft-Account einloogt. Eine Synchronisierung mit allen Devices die man so einsetzt, ist dann möglich. Der Onlinespeicher in der Cloud "SkyDrive" ist dann ebenso erst verfügbar und die Personalisierung des eigenen Benutzerkontos ist erst ausführbar, wenn man sich mit einem Microsoft-Account anmeldet.

Viele User - gerade in Unternehmen - wollen sich aber nicht mit einem Microsoft-Account einloggen. Das Gefühl, das man "beobachtet wird" von Microsoft scheint hier sehr ausgeprägt zu sein.

Auch Administratoren wollen nicht unbedingt, das die Mitarbeiter sich einloggen mit ihrem MS-Account auf der unternehmenseigenen, internen AD DS-Domäne (AD DS = Active Directory Domäne Service).

Bei diesen Usern - und das sind wohl nicht gerade wenig - muss Microsoft den Spagat hinbekommen, ihr Konzept weiter zu verfolgen, dennoch aber eben genau diesen Usern das Gefühl geben, das man nicht an privaten, datenschutzrechtlich brisanten, Daten interessiert ist.

Wenn Microsoft hier die User nicht ernst genug nimmt, kann dies sich stimmungsmässig gegen Microsoft stellen.

 

 

WAS SIND DIE CHANCEN VON WINDOWS® 10?

 

Microsoft hat mit Windows® 10 die grosse Chance, Windows® von Grund auf von Altlasten wie Treiber und Konfigurationsdateien für ältere Programme, die noch aus XP-Zeiten stammen, zu entschlacken. Es ist einfach unnötig m. E. nach, das man weiterhin Treiber die älter als 10 Jahre sind, mit integriert.

Es ist sinnvoller meiner Meinung nach, das man als Hersteller eines Betriebssystemes eine Abwärtskompatibilität nur bis zur vorletzten Windows®-Version (also bei Windows 10 eine Kompatibilität bis einschliesslich Windows® 7) gewährleistet.

Sicherlich kann man sagen, das man viele ältere Programme damit ausschliesst und diese Kunden dann unzufrieden sind.

Andererseits muss man sich als User auch die Frage gefallen lassen, warum man bei Windows® so sehr auf Kompatibilität achtet, gleichzeitig aber bei Smartphones mit Android oder iOS immer das neueste System haben will und auf die Kompatibilität mit älteren Systemen keinen grossen Wert legt.

Hier muss vielleicht ein Umdenken der User stattfinden, die bisher die Fragen der Abwärtskompatibilität gern auf Microsoft abgewälzt haben.

 

Windows® 10 hat als eine Plattform für sämtliche Devices auch die grosse Chance, das es interaktiv schon bei der Installation mit dem User dahingehend kommuniziert, das bei touchoptimierter Hardware die Eingabemöglichkeiten (den Startscreen als Standardort nach der Anmeldung) dementsprechend angeboten werden, bei mausoptimierter Hardware eben dann den Desktop als Standardort nach der Anmeldung setzt. Bei der momentan vorhandenen Preview funktioniert das wohl schon ganz gut.

Eine weitere Chance wäre, wenn man Windows® mit Maus, Tastatur, einem Touch-Monitor und vielleicht noch mit einem Zeichentablet an einem Desktop-PC nutzt, dann wäre es echt sehr gut, das Windows® problemlos darauf reagiert und sich intuitiv anpasst und dazu lernt.

 

 

 WAS SIND DIE RISIKEN VON WINDOWS® 10?

 

Mit Windows® 10 muss Microsoft nun all die Managementfehler ausbügeln, die es mit Windows® 8/8.1 gemacht hat und muss all die Windows®-User neu begeistern, welche Microsoft mit Windows® 8/8.1 enttäuscht und vor dem Kopf gestossen hat.

Dies wird nicht leicht, Windows® 10 muss einen so guten Mehrwert aufweisen, das Windows® 7-User sofort das Gefühl bekommen "ich muss das unbedingt haben".

Es müssen echte Killer-Features kommen, die User müssen bei der Einführung von Windows® 10 "geflashed" werden. Wenn Microsoft hier diese Chance nicht nutzt, dann wird es wohl immer schwerer für Microsoft zukünftig ihr Betriebssystem Windows® auf so hohem Niveau in der Verbreitung zu halten.

 

Weitere Infos folgen, bin ja noch fleissig am testen. :-)

 

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